Für das erfolgreiche Betreuen und Begleiten von Menschen mit psychosozialen Fragestellungen unterwerfen wir unser Handeln den Prinzipien der Lösungsorientierten Arbeit nach dem Milwaukee-Modell.
Annahme 1: Jede Reaktion ist eine Form von Kooperation
«Jede Reaktion ist eine Form von Kooperation. Das Gegenüber reagiert aufgrund seiner Möglichkeiten und Erfahrungen so, wie es ihm zurzeit möglich ist.»
Annahme 2: Anspruch auf Würde und Wertschätzung
«Menschen haben Anspruch auf Würde und Wertschätzung.»
Annahme 3: Defizite gibt es nicht
«Defizite an sich gibt es nicht, es gibt sie nur in Bezug auf geforderte Ziele.»
Annahme 4: Orientierung am Gelingenden gibt Mut
«Sich an vorhandenen Fähigkeiten und am Gelingenden zu orientieren, fördert die Zuversicht und die Bereitschaft, sich weiter zu entwickeln.»
Annahme 5: Kraft aus sich selbst
«Alle Menschen gestalten ihr Leben mithilfe ihrer eigenen Ressourcen. Für diesen Prozess sind sie die Könner und entwickeln ihre eigenen Lösungen.»
Annahme 6: In den Ausnahmen liegt eine Chance
«Zu jedem Problem und zu jeder Schwierigkeit gibt es Ausnahmen, in ihnen liegt die Lösung.»
Basisdokumentation (PDF) mit freundlicher Genehmigung des ZLB
Jede und jeder kann vieles – darauf bauen wir!
Die Basis jeder betreuenden Begleitung sind die konstruktiven Fähigkeiten des begleiteten Menschen selbst.
Lösungsorientiertes Betreuen heisst für uns, sich über positive Vorstellungen – und mit Bezug auf Erreichtes – auf Lösungsmöglichkeiten einzulassen.
Was wir mit der Lösungsorientierten Arbeit erreichen
Statt Probleme benennen, Talente würdigen
Betreute setzen sich im Betula ihre Ziele in Zusammenarbeit mit der Bezugsperson selber. Die betreuten, erwachsenen Menschen lernen mit der Bezugsperson Ziele so zu formulieren, dass diese erreichbar sind.

Video-Statement Christian Brönimann
Die Haltung des Betreuers öffnet Verschlossenes
Die Fähigkeit von Betreuern eine lösungsorientierte Haltung Klienten oder Betreuten gegenüber einzunehmen, ist von entscheidender Bedeutung für die erfolgreiche Durchführung des LOA Ansatzes. Der Betreuer im Betula verfügt in seinem fachlichen Verhalten die Kompetenz, einem zukunftsgerichteten, positiven Menschenbild Ausdruck zu verleihen, wie auch Hoffnung zu kreieren.
Verhaltenskompetenzen des Betreuers
Grundlegende Entwicklungschritte ermöglichen
Neben der Haltung des Betreuers – seinem positiven Menschenbild – sind folgende stipulierten Annahmen das „Geheimrezept“ für die erfolgreiche, beratende Betreuung:
Geschichte und Wurzeln
Beim Lösungsorientierten Ansatz (LOA) handelt es sich ursprünglich um eine aus der humanistischen Psychologie entwickelte Kurzzeittherapie von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg. Über viele Jahre haben später die Schweizer Kaspar und Marianne Bäschlin die Prinzipien und Techniken der Lösungsorientierung für die Arbeit im sozialpädagogischen Bereich weiterentwickelt. Ihrem erfolgreichen und unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass der LOA Ansatz in der Schweiz einige Bekanntheit und Annerkennung in Fachkreisen erlangte.