07.09.2011 14:47
Ab und zu ergibt es sich, dass ich frühmorgens auf dem Weg zur Arbeit mit dem Velo aus dem Romanshorner Wald fahre und die Sonne geht über dem See auf.
Ich denke, „Glückspilz, was lebst du doch an einem herrlichen Ort“.
Gleichentags dann, viele Stunden später mit dem Ruderboot auf dem Heimweg von Gottlieben zurück nach Kreuzlingen. Die Sonne geht bei Ermatingen im See unter und ich denke, „Glückspilz, was lebst du doch an einem herrlichen Ort“.
Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Untergang ist vor allem der Arbeit gewidmet. Ich kann in einem Umfeld mit aussergewöhnlich feinen Menschen Leben und Arbeiten und so gibt es Tage, da ist das Glas am Morgen halb leer und am Abend halb voll. „Glückspilz, was lebe ich doch an einem herrlichen Ort“.
„Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie so wie wir sind“
Übernehme ich das Zitat von Anais Nin und die Erkenntnisse aus dem Konstruktivismus sinngemäss, bin ich tatsächlich der eigene und alleinige Schmied meines Glücks.
So habe ich mir angewöhnt Krisen als verkleidete Lösung zu sehen, mich nicht so wichtig zu nehmen und die Sozial-, Lebens- und Zwischenräume in denen ich mich bewege möglichst mit Wertschätzung, Achtung und Zuversicht zu füllen.
So kommt es immer wieder und immer öfter dazu, dass ich denke „Glückspilz, was lebst du doch für ein herrliches Leben“.
Ch.Brönimann, Leiter Betula, 49 Jahre